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schule_glas.gifDas Projekt „Gläserne Schule" – vom Konsumprofil zum Präventionskonzept

Das Projekt „Gläserne Schule" ist Kern der Arbeit der KOSS, aus dem sich Arbeitsprinzipien, weitere Projekte und Bausteine entwickelt haben.

Das Konzept und die Wirkung dieses suchtpräventiven Unterrichtsprogramms wurden im Rahmen eines EU-Projekts in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) evaluiert. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass diese Form der schulischen Suchtvorbeugung nachweislich Verhaltensänderungen bei Schülern und Schülerinnen bewirkt.

Arbeitsprinzipien und Umsetzung des Projekts

„Gläserne Schule"

Das Arbeitsprinzip dieses Projektes ist die Vorbereitung und Begleitung des Projektes durch eine Steuergruppe, bestehend aus Lehrkräften, Rektor/in, Eltern, Schülervertretern, Vertretern der KOSS und der regionalen Beratungsstelle. Außerdem bedarf das Projekt der Zustimmung durch die Lehrer- und Schulkonferenz und der Elternschaft. Damit basiert es auf einem breiten Konsens und ist somit ein erster präventiver Schritt. Alle an Schule Beteiligten beschäftigen sich gleichzeitig über einen längeren Zeitraum mit ihren Konsumgewohnheiten, Belastungsstrukturen und Einstellungen zur Gesundheit.

"Herzstück" des Projektes ist ein differenzierter Fragebogen, mit dessen Hilfe u.a. das spezifische Konsumverhalten an einer Schule abgebildet werden kann.
Dieser Fragebogen wurde vom Büro für Statistik (BfS) in der LSSH entwickelt. Seit seiner ersten Version sind über 10 Jahre vergangen, in denen der Fragebogen ständig den aktuellen Themen angepasst wurde.

Dieses Vorgehen beleuchtet dabei folgende Aspekte:

  • Jede Schule hat ihr spezifisches Konsum - bzw. Problem- profil. Auch jeder Jahrgang, ja sogar jede Klasse, unterscheidet sich durch das besondere Auftreten bestimmter Affinitäten zu Suchtmitteln. Gezielte Interventionen, die präventiv wirken sollen, müssen daher diese spezifische Situation als Ausgangspunkt wählen.
  • Es erlaubt präventive Maßnahmen, die nicht – wie so oft – an der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler vorbeigehen, sondern auf die tatsächliche Situation der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten sind.
  • "Gläserne Schule" gibt Hinweise auf konkrete Konsumerfahrungen der Schülerinnen und Schüler, die anschließend im Unterricht oder im Rahmen längerfristig angelegter Projekte thematisiert und bearbeitet werden können.
  • Bringt Einblick in das gesamte Geflecht schulischer Belastungserfahrungen, Gesundheitsbeeinträchtigungen und Kommunikationsstörungen.

Durch diese intensive Arbeit mit einer Schule werden für jede beteiligte Gruppe auch eher diffuse Problemzonen sichtbar und letztlich auch gestaltbar. So liefert die Durchführung des Projekts „Gläserne Schule" nicht nur konkrete Ansatzpunkte für suchtspezifische Fragestellungen, sondern bietet auch viele Chancen einer aktiven Schullebengestaltung. Ziel dieses Projekts ist es, mit Hilfe einer externen Prozessbegleitung ein schulspezifisches Präventionskonzept zu entwickeln, das Verankerung im Schulprogramm findet.

Vom Konsumprofil zum Präventionskonzept

Ein Schulkonzept zur Suchtprävention fasst alle Erkenntnisse und Projekte zusammen und bindet sie mit den an der Schule bereits durchgeführten suchtpräventiven Bausteinen in einen Rahmen, der von Eltern, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern getragen und von der Schulkonferenz beschlossen wird. Dabei gelten für die Arbeit der KOSS folgende Grundsätze:

  • Beteiligung von Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, evtl. Hausmeister und Reinigungspersonal,
  • Beteiligung aller schulischer Gremien (SV, Lehrerkonferenz, Elternbeirat und Schulkonferenz),
  • evtl. Einbindung des Schulträgers/Kommunalpolitik,
  • Moderation von außen,
  • Übergangs- und Erprobungsregelungen,
  • kurz-, mittel- und langfristige Zielsetzungen,
  • Einbindung der regionalen Beratungsstellen,
  • Einbindung anderer präventiver Arbeitsfelder wie z. B.: Gewaltprävention.

Für Schülerinnen und Schüler basieren Präventionsangebote auf:

  • Information und Aufklärung
  • Eigenverantwortung
  • Selbstreflexion und Bewusstmachung
  • Ausprobieren alternativer Konsum- und Verhaltensweisen

Leitideen der Gläsernen Schule

  • Einstiege verhindern - Anregungen zu präventiven Maßnahmen
    Was unternimmt die Schule (Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen und Eltern), um Einstiege in das Rauchen zu verhindern?
    Wie fördert Schule das Nichtrauchen?
  • Ausstiege ermöglichen - Hilfsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler
    Wie werden Ausstiege ermöglicht?
    Was bietet die Schule für Hilfen zum Ausstieg an?
  • Regeln, Konsequenzen und Hilfe - Schaffen eines einheitlichen Regelwerks bei Verstößen
    Welche Regeln gibt es?
    Welche Konsequenzen und Hilfen erfolgen bei Regelverstoß?

Alle Angebote zum Projekt finden Sie unter dem Menüpunkt  Angebote

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